Zum Inhalt springen

Mythen & Fakten über Pflanzenöle

Im Internet kursieren viele Mythen über Pflanzenöle. Dabei stehen mir regelmäßig die Haare zu Berge, denn Pflanzenölen werden allerhand „Heilkräfte“ zugeschrieben. Fakt ist, sie können viel für unsere (Haut-) Gesundheit tun. Aber nicht alles, womit sie angepriesen werden, stimmt auch wirklich. Die fünf gängigsten Mythen über Pflanzenöle habe ich mal herausgepickt und mir näher angeschaut. Los geht’s!

Mythos Nr. 1

„Das Öl wirkt feuchtigkeitsspendend.“

Nein, denn Öle enthalten kein Wasser und können es auch nicht an sich binden. Sie helfen der Haut lediglich dabei, die Feuchtigkeit besser zu halten, indem sie einen semi-okklusiven, wasserabweisenden Film nach innen und außen bilden. Es müsste also heißen „wirkt feuchtigkeitsbewahrend„.

Mythos Nr. 2

„Wildrosenöl enthält Vitamin C.“

Richtig ist: Reines Vitamin C (= Ascorbinsäure) gehört von Natur aus zu den wasserlöslichen Vitaminen, kommt in Ölen also nicht vor (gleiches gilt übrigens auch für die B-Vitamine). Wildrosenöl wird aus den Kernen der Früchte (= Hagebutten) gewonnen. Hagebutten enthalten hohe Mengen Vitamin C, die Kerne jedoch nicht. Diese Information wird leider oft falsch abgeschrieben. Eine ausführliche Erläuterung dazu liefert Heike Käser.

Mythos Nr. 3

„Kokosöl hat einen natürlichen LSF.“

Wenn überhaupt ist dieser ganz niedrig (< 5), deckt nicht das gesamte UV-A- und -B-Spektrum ab und kann in der aufgetragenen Menge die Haut sowieso nicht ausreichend schützen. Es kann sogar richtig gefährlich sein, sich stark eingeölt in die Sonne zu begeben. Wenn ich solche Empfehlungen lese, werd ich sauer, weil hier die Hautgesundheit von ahnungslosen Menschen gefährdet wird!

Mythos Nr. 4

„Öl verstopft die Poren.“

Auf Mineralöle mag dies zutreffen. Evtl. wirken auch Kokosöl und Kakaobutter komedogen, wenn man so wie ich zu unreiner Haut neigt. Pflanzenöle werden aber grundsätzlich von allen Hauttypen gut vertragen und können sogar dabei helfen Mitesser und Unreinheiten zu reduzieren. Wichtig ist, seine Haut zu kennen und die richtigen Öle für die Pflege auszuwählen.

Mythos Nr. 5

„Ich kann meine Haut nur mit Ölen pflegen.“

Die Haut braucht Fett und Wasser. Eine reine Fettpflege würde sie auf Dauer austrocknen, weshalb Öle immer auf feuchter Haut aufgetragen werden sollen. Dazu eignet sich z. B. ein Toner (wahlweise ein hochwertiges Pflanzenwasser) oder ein wässriges Serum.

Das in Kürze dazu! Wusstest Du das alles schon? Welche (dieser) Mythen begegnen Dir immer wieder?

Mehr über Pflanzenöle erfährst Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.