Shea-Sahne

Shea-Sahne („Whipped Shea“)

Fragt mich nicht warum, aber ich habe bis heute noch NIE Shea-Sahne (auch „Whipped Shea“ oder „Shea Whip“ gennant) gemacht. Grundsätzlich verwende ich lieber Bodylotions und Körperöle; kompakte, reichhaltige Cremes mag ich nicht so gerne. Ich glaube, ich hatte auch vor vielen Jahren mal ausprobiert eine Shea-Sahne herzustellen – und dann hatte es nicht funktioniert und ich war frustriert…

Dabei ist die Herstellung einer Shea-Sahne wirklich super einfach und man braucht nur ganz wenige Zutaten und Utensilien, die man in jedem Haushalt findet. Aber: was ist „Shea-Sahne“ eigentlich?

Was ist Shea-Sahne?

Wie der Name schon erahnen lässt besteht Shea-Sahne (zum Teil) aus Sheabutter, die – genau wie Sahne – aufgeschlagen wird und dadurch eine locker-luftige Konsistenz bekommt. Da Sheabutter von Natur aus relativ fest ist, wird noch etwas Öl hinzugegeben. Ätherische Öle sorgen für einen schönen Duft. Aber der Reihe nach.

Shea-Sahne

Zur Herstellung der Shea-Sahne brauchst Du:

  • Sheabutter, am besten unraffiniert und bio/fair gehandelt
  • ein (stabiles) Pflanzenöl nach Wahl, gerne nativ
  • ätherische Öle (optional)
  • eine elektronische Waage
  • ein Becherglas (oder Marmeladenglas) zum Aufschmelzen
  • Löffel/Spatel zum Entnehmen und Umrühren
  • einen Stabmixer mit Quirl oder ein Handrührgerät
  • eine Heizquelle (evtl. mit Wasserbad)
  • ein Gefäß zum Abfüllen

Die Zutaten bekommst Du wahrscheinlich im Bioladen oder Drogeriemarkt. Wenn Du online bestellen möchtest, kannst Du mal in meinen Bezugsquellen stöbern.

Shea-Sahne
Ich verwende am liebsten die unraffinierte Sheabutter von LASOYI.

Fürs erste Mal habe ich Mandelöl genommen. Es lässt sich gut einmassieren, ist sehr hautpflegend und schützend und hat sich insbesondere bei trockener Haut bewährt. Wer es etwas leichter mag, nimmt Traubenkern- oder Distelöl. Kokosöl ist auch eine schöne Wahl und bringt gleich noch einen tollen Duft mit! Wer mag kann natürlich auch ein selbstgemachtes Vanille-Mazerat verwenden.

Grundrezept für Shea-Sahne

Mein Rezept für Shea-Sahne ist wirklich ganz schlicht – aber es funktioniert. Eine für mich angenehme Konsistenz erreiche ich durch ein 1:1-Verhältnis von Sheabutter zu Öl – heißt konkret: für 100 g Shea-Sahne brauchst Du je 50 g Sheabutter und Pflanzenöl.

1. Wäge zunächst die Sheabutter in das (Becher-) Glas und füge anschließend das Öl hinzu. Nun muss die Masse aufgeschmolzen werden. Bechergläser dürfen direkt auf die Herdplatte, andere (hitzestabile) Gläser sollten lieber im Wasserbad verweilen. Zur Orientierung: Sheabutter braucht ca. 40-50 °C um komplett aufzuschmelzen. Die Inhaltsstoffe nehmen dabei keinen Schaden.

 

2. Wenn alles aufgeschmolzen ist, wandert die Masse für ca. 30 Min. in den Tiefkühler. Ich hatte das erst im Kühlschrank probiert, aber dort kühlt es nicht schnell genug ab.

Shea-Sahne

3. Anschließend kommt der Handquirl zum Einsatz und die „Sahne“ wird mehrere Minuten lang aufgeschlagen. Je nach Farbe des verwendeten Öls entsteht dabei eine schneeweiße, leichte Masse, die etwas an lockere Mascarpone erinnert.

Tipp: Weil die Quirlaufsätze meist nicht in die Ecken des Glases kommen, lohnt es sich hier, mit dem Spatel etwas nachzuhelfen und die Reste der festen Masse in die Mitte zu kratzen. Jetzt kann kurz erneut aufgeschlagen werden bis alles homogen ist. So hat man später keine Klümpchen in der Sahne.

Shea-Sahne

4. Nun werden die ätherischen Öle hinzu getropft, falls ein Duft gewünscht ist. Bitte verwende nur 100% naturreine ätherische Öle, am besten in Bio-Qualität und von vertrauenswürdigen Anbietern. Und natürlich auch nur solche, die Du gut verträgst!
Die Masse sollte jetzt nochmal kurz aufgeschlagen werden, damit sich die ätherischen Öle gut in der Shea-Sahne verteilen.

Dosierungsempfehlung: 1 % ätherische Öle auf die Gesamtmenge Shea-Sahne sind eine gute Orientierung, bei sensibler Haut evtl. nur 0,5 %. Das sind auf 100 g Shea-Sahne also 0,5-1 g ätherische Öle, was ca. 10-20 Tropfen entspricht.
Ich habe 4 Tr. Vanille-Extrakt, 6 Tr. Rosengeranie und 10 Tr. Grapefruit verwendet. Hier findest Du noch ein paar weitere Vorschläge für Mischungen, aber Du kannst natürlich auch einfach Deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Shea-Sahne

5. Zum Schluss wird die Shea-Sahne in einen sauberen Tiegel gefüllt und dieser mit Datum beschriftet. Du kannst die Shea-Sahne ruhig im Bad aufbewahren, solltest aber unbedingt darauf achten, sie nur mit sauberen und trockenen (!) Fingern zu entnehmen – besser noch mit einem Löffel oder Spatel.

Shea-Sahne

Anwendungsempfehlung

Nicht ganz unwichtig ist noch der Hinweis zur Anwendung der Shea-Sahne. Diese kann sich nämlich zunächst recht fettig und „kompakt“ anfühlen auf der Haut. Besser wird es, wenn man sie (nach dem Duschen oder Baden) auf noch leicht feuchter Haut aufträgt. Dann zieht sie deutlich schneller ein, bindet gleichzeitig etwas Wasser und schenkt ein gepflegtes, aber nicht fettendes Hautgefühl.

Außerdem kann die Shea-Sahne hervorragend als „Kur“ für strapazierte Hände verwendet werden. Dazu abends die Hände gut mit der Shea-Sahne eincremen und über Nacht wirken lassen. Wer mag kann vorher noch etwas Rosenhydrolat aufsprühen oder Aloe-Vera-Gel in den Händen verteilen.

Shea-Sahne

Auf meinem Instagram-Kanal findest Du ein Video mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung. Schick mir gerne ein Bild Deiner fertigen Shea-Sahne, dann teile ich es in meiner Story.

Du hast Fragen oder Anmerkungen? Dann hinterlass mir gerne einen Kommentar.

Nun wünsche ich Dir ganz viel Freude und Erfolg beim Herstellen der Shea-Sahne!

Unbeauftragte Werbung für alle genannten Firmen und Marken.

2 Gedanken zu „Shea-Sahne („Whipped Shea“)“

  1. Ich stelle seit Jahren Bodybutterselbst her. Mit 25% Sheabutter,25%Kakaobutter, 25% Kokosnussöl und 25% flüssigem nativem Öl. Je nach Jahreszeit kommen diverse ätherische Öle dazu. Im Winter gerne Zimt, Muskat, Nelke und Patchouli, im Sommer Süßorange, Lemongrass, Ylang Ylang und Ingwer. Mit dem Rührgerät nach dem Abkühlen der Schmelzung schlagen, bis Sahne entstanden ist. Ein Traum!

    1. Das klingt herrlich, liebe Susanne! Eine Mischung mit Kakaobutter und Kokosöl duftet so an sich bestimmt schon toll, vielleicht noch ergänzt mit Vanille… ein Traum!
      Danke für’s Teilen Deines persönlichen Rezepts!

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