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Duftendes Körperöl selber machen

Ein duftendes Körperöl ist der wahrscheinlich leichteste Einstieg in die DIY-Naturkosmetik und es lässt sich leicht selber machen. Es ist hervorragend für ein bisschen Wellness im Herbst geeignet – und natürlich auch als Geschenk für einen lieben Menschen!

Duftendes Körperöl selber machen – so einfach geht’s

Um ein duftendes Körperöl selber zu machen, brauchst Du eigentlich nur 2 Zutaten:
• ein (oder mehrere) Pflanzenöl(e), auch „Basis-“ oder „Trägeröle“ genannt,
• ätherische Öle nach Wahl.

Bitte achte in beiden Fällen auf eine gute (Bio-) Qualität und spare nicht am Wohlbefinden und Deiner Hautgesundheit. Wie Du ätherische Öle von guter Qualität erkennst und was es beim Kauf zu beachten gilt, erfährst Du hier.

Für die fetten Pflanzenöle bediene ich mich gerne im Bioladen und werde dort sowohl in der Kosmetik- als auch in der Speiseöl-Abteilung fündig (z. B. Bio Planète). Beide Qualitäten eignen sich hervorragend zur Hautpflege – vorausgesetzt, sie sind nativ/kaltgepresst und aus kontrolliert biologischem Anbau. Du kannst sie natürlich auch online bestellen.

Ätherische Öle wählst Du einfach nach Deinen Vorlieben aus. Bitte achte stets darauf, nur ätherische Öle zu verwenden, mit denen Dir der sichere Umgang vertraut ist. Nicht alle ätherischen Öle sind gleichermaßen gut hautverträglich! Wenn Du Dir nicht sicher bist, informiere Dich vorab bitte ausreichend.

Duftendes Körperöl selber machen

Rezept für 50 ml duftendes Körperöl

  1. Wähle zunächst ein (oder mehrere), am besten geruchsarme(s) fette(s) Pflanzenöl(e), wie z. B. Mandel-, Jojoba-, Sonnenblumen- oder Sesamöl. Du kannst auch einen geringen Anteil (z. B. 5-10 ml) eines kostbaren Samenöls, wie Wildrosen- oder Nachtkerzenöl hinzufügen, um das Körperöl noch hautpflegender zu machen.
  2. Gib das (oder die) Öl(e) in eine saubere Flasche. Bitte achte darauf, dass sie nach der Reinigung komplett ausgetrocknet ist, damit später keine Feuchtigkeit ins Körperöl gelangt und dessen Haltbarkeit verringert.
  3. Nun tropfst Du nach und nach die ätherischen Öle hinzu, die Du Dir ausgesucht hast. Für Erwachsene sind 1 % ätherische Öle i. d. R. ausreichend, das entspricht hier ca. 10-12 Tropfen auf 50 ml Basisöl.
  4. Verschließe die Flasche gut und schüttle, damit sich alle Komponenten miteinander verbinden.
  5. Das Körperöl kannst Du zur Massage öder zur Hautpflege nach dem Duschen verwenden (hier idealerweise auf die noch leicht feuchte Haut auftragen!).

Die Haltbarkeit des Körperöls orientiert sich an der Frische des verwendeten Pflanzenöls. Jojobaöl (= eigentlich ein flüssiges Wachs) ist quasi unbegrenzt haltbar, Mandel-, Sonnenblumen- und Sesamöl nach Öffnen der Flasche ca. 6 Monate.

Wenn ich spontan eine kleine Menge für eine einmalige Anwendung herstellen möchte, gebe ich einfach 10 ml Basis-/Trägeröl – das entspricht ca. 1 EL – in ein Schälchen und füge dann nach und nach vorsichtig ätherische Öle (max. 3 Tropfen) hinzu.

Aromatherapie und ätherische Öle

Meine Lieblings-Duftmischungen

Theoretisch lassen sich alle ätherischen Öle bunt miteinander kombinieren, denn: erlaubt ist, was gefällt. Manchmal passen sogar vermeintlich gegensätzlich duftende ätherische Öle ganz hervorragend zusammen. Beispielsweise mag ich die Mischung aus Lavendel fein und Pfefferminze sehr, sie erinnert mich immer ein bisschen an Urlaub…

Besonders harmonische Duftmischungen ergeben sich, wenn man Basis-, Herz- und Kopfnoten (Begriffe aus der Parfümerie, mit denen Düfte klassifiziert werden) in einem bestimmten Verhältnis miteinander kombiniert. Als Faustregel gilt:

  • 1 Teil Basisnote, das sind i. d. R. alle schweren, erdigen, holzigen und balsamischen Düfte, wie Vetiver, Patchouli, Zeder, Sandelholz oder Vanille.
  • 2 Teile Herznote, das sind die meisten Blüten-, Kräuter- und Gewürzdüfte, wie Rose, Lavendel, Jasmin, Thymian oder Koriander.
  • 4-5 Teile Kopfnote, sie sind leicht und flüchtig, wie Zitrus-, Nadelbaum- oder manche Kräuteröle, wie Zitrone, Orange, Zirbelkiefer, Weißtanne, Eukalyptus oder Pfefferminze.

Das genaue Mischverhältnis orientiert sich aber immer auch an der Duftintensität der einzelnen ätherischen Öle. Patchouli ist bspw. so dominant, dass man es auch mit einem Tropfen auf 50 ml Basisöl noch deutlich wahrnehmen würde. Und auch Pfefferminze oder Lemongrass wollen wohl dosiert sein, denn sie können schnell alles „übertünchen“.

Ich habe Dir mal drei Duftmischungen notiert, die ich sehr gerne verwende. In Klammern steht der botanische Name, auf den Du beim Kauf ätherischer Öle immer achten solltest, damit Du nicht unabsichtlich ein anderes (ähnliches) Öl kaufst.

Duftmischung Morgenfrische

Auf 50 ml Basisöl gibst Du:

  • 2 Tr. Ho-Blätter (Cinnamomum camphora ct. Linalool)
  • 4 Tr. Rosmarin ct. Cineol (Rosmarinus officinalis)
  • 6 Tr. Zypresse (Cupressus sempervirens)

Duftmischung Fröhlichkeit

Auf 50 ml Basisöl gibst Du:

  • 2 Tr. Zeder (Cedrus atlantica)
  • 3 Tr. Jasmin 4 % (= Verdünnung in Alkohol) (Jasminum grandiflorum)
  • 8 Tr. Grapefruit (Citrus paradisi)

Duftmischung Abendruhe

Auf 50 ml Basisöl gibst Du:

  • 2 Tr. (= Tropfen) Vanille-Extrakt (Vanilla planifolia)
  • 4 Tr. Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • 8 Tr. Mandarine rot (Citrus reticulata)

Du siehst, es ist wirklich ganz leicht, ein duftendes Körperöl selber zu machen. Für die Duftmischungen gilt: erlaubt ist alles, was gefällt und zur Stimmung passt. Du kannst die ätherischen Öle auch erst einmal einzeln ausprobieren und Dich nach und nach an Mischungen herantasten. Vertrau da einfach Deiner Nase!


Quellen:

  • Herber, Sabrina (2018): Basics Ätherische Öle, Joy Verlag.
  • Kleindienst-John, Ingrid (2016): Vom Zauber des Duftes. Parfum selber machen, Freya Verlag.
  • Zimmermann, Eliane (2016): Aromatherapie – Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle, 3. Auflage, Irisiana.
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