Holunderblütensirup

Gerade blüht wieder überall der wohlduftende Holunder (Sambucus nigra) und zieht mit seinen leuchtend weißen Blüten nicht nur die Insekten an. Schon im Frühjahr, wenn die ersten Blätter des Holunders austreiben, freue ich mich auf den selbstgemachten Holunderblütensirup und das Hydrolat, das ich aus den Blüten destilliere. Pflege von außen und von innen sozusagen.

Holunder (Sambucus nigra)

Holunderblütensirup ist einfach und schnell gemacht: 2 Liter Wasser mit 1 kg Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Reichlich frische Holunderblüten ins Wasser legen und oben drauf mit den Scheiben einer Bio-Zitrone beschweren. Das Ganze für 2-3 Tage in den Kühlschrank stellen und gut durchziehen lassen. Anschließend die Blüten und Zitronenscheiben entfernen, Zitronen auspressen und zum Sirup geben und alles kurz aufkochen. Noch heiß in saubere, ausgekochte Flaschen füllen und diese umgedreht stehen lassen, bis der Sirup abgekühlt ist. Dadurch bildet sich ein kleines Vakuum, was die Haltbarkeit verlängert.
Der Sirup schmeckt herrlich mit Sprudelwasser, aber auch mit Sekt und Minze als „Hugo“.

Holunderblüten sollten übrigens nur an trockenen, sonnigen Tagen gesammelt werden, weil sich dann mehr Blütenstaub an ihnen befindet. Und nicht waschen! Am besten legt man die Blütendolden nach dem Sammeln auf die Terrasse oder den Balkon auf Zeitungspapier aus, dann können die Tierchen alle runter krabbeln. Wer hat den kleinen Marienkäfer auf dem Bild oben entdeckt?