Thymian

Thymian (Thymus vulgaris)

Der Thymian ist eine mehrjährige Pflanze aus der großen Pflanzenfamilie der Lippenblütler, zu der auch Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze oder Melisse gehören. „Familie“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Pflanzen wirklich miteinander verwandt sind, sondern es handelt sich um eine botanische Zuordnung. Untergeordnet sind die Gattungen, in diesem Fall die Thymiane, zu der verschiedene Arten gehören – darunter beispielsweise der Spanische Thymian (Thymus mastichina), der Kriechende Thymian (Thymus serpyllum – auch Quendel genannt) oder auch der Echte Thymian (Thymus vulgaris). Letzterer wird besonders gerne in der Kosmetik und der Aromatherapie verwendet, da er durch sein ätherisches Öl stark antibakteriell und desinfizierend wirkt. Man unterscheidet hier noch zwischen verschiedenen sog. Chemotypen (oft abgekürzt mit „ct.“ oder „CT“), welche auf die dominierenden Inhaltsstoffe hinweisen. Diese sind abhängig von Herkunft und Lage des Thymians. Meistens findet man den „roten“ Thymian (Thymus vulgaris ct. thymol), der sehr scharf ist und nur sparsam (und nicht bei Kindern!) angewendet werden sollten und den „weißen“ oder Zitronen-Thymian (Thymus vulgaris ct. linalool). Letzterer ist auch sehr wirksam, aber eben viel milder und von Aromatherapie-Laien auf jeden Fall vorzuziehen. Weitere Chemotypen, wie thujanol‚ oder geraniol sind seltener erhältlich, darum gehe ich hier nicht weiter auf sie ein.

Zurück zur Pflanze und ihrer Anwendung, insbesondere in der Kosmetik. Ein wöchentliches Gesichtsdampfbad mit getrocknetem Thymian kann sehr hilfreich sein bei unreiner Haut, auch Thymianhydrolat eignet sich gut, z. B. für eine Maske mit Tonerde oder als Grundlage für ein Gesichtswasser.

Als Tee wird er traditionell bei Erkältungen bzw. Husten empfohlen. Daher lohnt es sich immer, ein kleines Pflänzchen im Garten oder auf dem Balkon zu haben, um sich die positiven Eigenschaften dieses Krauts zu Nutze zu machen.