Silberweide

Silberweide (Salix alba)

Die Silberweide (Salix alba) ist eine von etwa 450 bekannten Weidenarten und in Europa heimisch. Sie wächst vielfach an Gewässern und hat eine leicht grau-silbrig schimmernde Baumkrone.

Die Rinde von 2-3-jährigen Zweigen enthält Salicin, ein Glucosid, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Diese wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und antirheumatisch. Die Wirkung der Weidenrinde ist aber stärker, als es dem Salicingehalt entspricht, daher werden synergistische (unterstützende) Wirkungen der sonstigen Inhaltsstoffe (v. a. der Flavonoide) vermutet. Bei Erkältungskrankheiten mit Kopf- und Gliederschmerzen kann man einen Tee mit Weidenrinde trinken. Der Effekt ist sanfter, aber langanhaltender und vor allem magenschonender als bei entsprechenden Medikamenten auf Basis von ASS (Acetylsalicylsäure). Wer auf den Wirkstoff empfindlich reagiert, sollte dennoch von einer innerlichen Einnahme von Weidenrindentee absehen.

Die vielfach enthaltenen Gerbstoffe können wir uns in Form einer wässrig-alkoholischen Tinktur für die Kosmetik nutzbar machen. Sie kommt z. B. bei unreiner und von Akne geplagter Haut zum Einsatz.