Schafgarbe

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler und wächst vielfach auf unseren Wiesen. Ihre Blüten sind weiß bis rosa und verströmen einen typischen, leicht süßlichen Duft.

Bei der Destillation von Schafgarbenkraut erhält man ein kostbares ätherisches Öl, das die Substanz Chamazulen enthält, die es tiefblau färbt (wie bei der Echten Kamille). Das ätherische Öl wirkt entzündungshemmend und stark epithelisierend, d. h. es fördert die Neubildung von Hautzellen nach Verletzungen. Schafgarbenhydrolat hat sich bei unreiner und von Akne geplagter Haut bewährt. Der alkoholische Extrakt eignet sich ebenfalls für alle Anwendungen bei entzündeter und gereizter Haut, auch in Mundpflegeprodukten. In ihm finden wir hauptsächlich Bitter- und Gerbstoffe sowie Flavonoide. Er wirkt adstringierend und antibakteriell.

Als Tee innerlich eingenommen wiederum eignet sich Schafgarbe zur Behandlung leichter krampfartiger Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, auch solche, die durch Menstruationen bedingt sind. Des weiteren regen die enthaltenen Bitterstoffe die Produktion von Verdauungssäfte an und bringen unseren Stoffwechsel in Schwung. Da aus unseren üblichen Gemüsen und Kräutern ein Großteil der Bitterstoffe herausgezüchtet wurden, macht es Sinn, ab und zu mal Wildkräuter in seinen Speiseplan einzubauen.

Den botanischen Namen Achillea verdankt sie übrigens einer Sage, in welcher der Held Achilles mit ihr die Wunden seiner Soldaten versorgte. Tatsächlich wird ihr eine desinfizierende und blutstillende Wirkung nachgesagt.