Psycho-Aromatherapie – Interview mit Daniel Hogen

Ich hatte vorletztes Jahr die große Freude, die Bekanntschaft von Aroma-Fachexperte Daniel Hogen zu machen. Wir haben uns mit der Zeit angefreundet und tauschen uns seitdem regelmäßig über ätherische Öle und ihre Wirkungen (insbesondere auf die Psyche) aus. Daniel ist Gesundheits- und Krankenpfleger im psychiatrischen Bereich sowie Dozent für Aromapflege an diversen Schulen und Institutionen.

1. Auf Deiner Seite steht, Du bist „Aromatherapeut“ und auch „Aromaexperte“. Was genau ist das und worin liegt der Unterschied zwischen diesen Bezeichnungen?
Mein erster Abschluss war 2012 der des Aromatherapeuten, eine firmenneutrale Ausbildung mit diesem Abschlusszertifikat. Doch da ich weder Arzt noch Heilpraktiker bin, darf ich mich zwar so nennen, aber eben keine Aromatherapie ausüben. Daher geht es bei mir, wenn ich als „Aromatherapeut“ tätig werde nicht um die Heilung einer Krankheit, denn dies obliegt eben in Deutschland einem Arzt oder Heilpraktiker. 2015 habe ich bei PRIMAVERA LIFE den Abschluss zum „ärztlich geprüften Aromaexperten“ absolviert. Dieses Zertifikat ist für jemanden, der keine Heilkunde praktizieren möchte wesentlich unverfänglicher und dennoch sehr hochwertig, da PRIMAVERA einen großen Wert auf 100 % Fachlichkeit und Genauigkeit legt und ein Arzt die Prüfung mit abnimmt.
Ich kann sehr empfehlen, bei der Auswahl eines Anbieters einer Aromaausbildung genau darauf zu achten, was im Curriculum steht und wie die Ausbildung aufgebaut ist. Es gibt, wie ich finde, durchaus unseriöse Anbieter, bei denen man Aromatherapie innerhalb eines Wochenendes oder – noch schlimmer – über einen Fernkurs lernen kann. Eine Aromaausbildung sollte immer mit Präsenzzeiten verbunden sein, in denen man aktiv mit den Naturessenzen (nicht nur) olfaktorische Erfahrungen sammeln kann. Zudem sollte der bzw. die Dozent*in sich auch ein bisschen mit der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) auseinander gesetzt, mehr als 300 Stunden Ausbildung absolviert und auch praktisch damit gearbeitet haben. Er bzw. sie sollte mehr als eine Ölfirma kennen und vor allem – das ist das m. E. das Wichtigste – die Grenzen der Aromatherapie und Aromapflege achten und auch kommunizieren.

Daniel Hogen
© Daniel Hogen (www.danielhogen.de)

2. Wie bist Du zur Aromatherapie bekommen?
In der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege gehört die Aromapflege zum ganzheitlichen Behandlungsangebot dazu. Daher bekam ich 2008 bei der Errichtung der damaligen Psychosomatischen Klinik auch eine Fortbildung zum Thema Aromapflege. Ich war so fasziniert und der Duft von Bergamotte hatte meine Neugierde und meinen Wissensdurst auf die Welt der Düfte geweckt. Also habe ich nicht nur in der Klinik, sondern auch zu Hause angefangen ganz viel mit den ätherischen Ölen zu arbeiten. Es verging kaum ein Tag, an dem ich nicht in irgendeinem der Fachbücher, die ich von der Kollegin (die auch die Dozentin war) geliehen bekam, etwas nachlas. Einige Jahre später kam diese Kollegin auf mich zu und bat mich, die Seminare künftig mit ihr gemeinsam zu geben. So kam es zu meiner ersten Ausbildung mit dem Abschluss „Aromatherapeut“. Damit fing das Interesse erst an, mich weiter in das Fachgebiet einzuarbeiten und mehr zu lernen. Je mehr man weiß, desto mehr fällt einem auf, was man alles eigentlich nicht weiß! Auch nach all den Jahren habe ich noch immer große Freunde daran mit Seminaren und Ausbildungen in diesem Bereich mein Wissen zu überprüfen, zu erweitern und neue Impulse zu bekommen. Ich finde es enorm wichtig sich im stetig wachsenden Bereich der Aromatherapie regelmäßig fortzubilden, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Denn es kommen stetig neue Erkenntnisse und Studien hinzu, die wichtig sind für unsere Arbeit mit den hochwirksamen Pflanzenprodukten.

3. Du bietest auch Seminare an. Für wen sind die gedacht und welche Vision verfolgst Du?
Meine Seminare richten sich an alle, die sich für die Aromatherapie und Aromapflege interessieren, viele Gesundheits- und Krankenpflegekräfte gehören nach wie vor dazu. Mir ist wichtig, mit meinen Grundlagen-Seminaren eine gute Basis zu schaffen, damit die Teilnehmenden wirklich wissen, mit welchen hochwirksamen Naturprodukten sie arbeiten und ihre Aromamaßnahmen entsprechend an den Bedarfsfall anpassen und optimieren können. Denn es ist wichtig zu wissen, warum wir welches Öl für welche Maßnahme in welcher Dosierung nutzen.
Eine Vision, das klingt nach etwas sehr Großem für mich. Das wäre dann, dass in allen Kliniken die Aromapflege ihren festen Platz hat und alle Gesundheits- und Krankenpflegekräfte geschult sind; das alle Pflegekräfte über den Einsatz von ätherischen Ölen bei traumatisierten Menschen, bei Suchterkrankungen, bei Patienten in der Psychosomatik bestens geschult sind und die Aromapflege begleitend einsetzen können. Eine Vision dahinter ist auch, dass wir wieder mehr den Menschen in seiner Individualität sehen und angepasste Maßnahmen mit ihm zusammen erarbeiten. Das Wichtigste überhaupt ist die Förderung der Selbstwirksamkeit, für die Pflegenden sowie die Klient*innen; dass wir lernen, auch unabhängig von jemanden gut und achtsam mit uns umgehen zu können, um uns in einen guten Zustand zu bringen.

Daniel Hogen
© Daniel Hogen (www.danielhogen.de)

4. Dein Spezialgebiet ist die „Psycho-Aromatherapie“. Warum und wie verwendest Du diesen Begriff? Was verstehst Du darunter?
Die Aromatherapie ist ein weites Feld, wir können sie unterteilen in folgende Bereiche:
• Die klassische Aromatherapie wird von Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen verwendet, um Krankheiten zu heilen.
• Die Aromapflege ist der Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, in der ätherische Öle und Co. zum Einsatz kommen, um die Selbstheilungskräfte zu stärken und das Wohlbefinden der Patient*innen zu fördern. Beides unterstützt die Patient*innen in der Genesung und kann bei verschiedenen Therapieformen – in meinem Fall die Psychotherapie – wunderbar ergänzend eingesetzt werden.
• Bei der Aromawellness werden die ätherischen und fetten Öle, sowie die Hydrolate einzig zum Wohlfühlen eingesetzt und um die Entspannung zu unterstützen, z. B. bei einer Massage.
• Mein Bereich, den ich mit Psycho-Aromatherapie beschreiben würde, ist anscheinend noch nicht klar definiert. Ich persönliche beschreibe ihn daher für mich als eine Verbindung aus Aromatherapie und der (Emotions-) Psychologie. Es geht um den Einfluss der ätherischen Öle auf die Psyche, genauer eben auf die Emotionale Ebene. Und um die Frage, wie wir unsere Stimmung und Gefühle mit den Düften gezielt und bewusst beeinflussen können. Im Laufe der Jahre habe ich viele Zusatzqualifikationen gewonnen und mich weitergebildet, um einen ganzheitlichen Blick zu bekommen. Seelische Traumata, systemischer Therapieansatz, Gewaltfreie Kommunikation v. a. haben meinen Horizont enorm erweitert und ich habe somit angefangen dieses Gebiet mehr und mehr als mein Fachgebiet zu sehen.

5. Kannst Du das auch im Berufsalltag einsetzen?
Klar doch, jeden Tag kommt eine Mischung in die Duftlampe im Büro – meist ein Zitrusöl. Meine Lieblingsmischung ist Grapefruit mit Magnolienblüte. Am Nachmittag hält mich Spearmint weiter leistungsfähig. Jeden Mittwoch gestalte ich mit wechselndem Fokus eine Aromagruppe. Hier besprechen wir Themen wie „Schlafwohl – natürliche Unterstützung bei Schlafstörungen“, im Winter gerne eine „Winderdüfte“-Gruppe oder auch Gruppen mit den psychischen Symptomen der Patient*innen, wie Anspannung, innere Unruhe, Suchtdruck. Die Patient*innen sollen lernen, wie sie mit ätherischen Ölen sich selbst in bestimmten Situationen Hilfe geben können – sei es der Klassiker Pfefferminze bei Kopfschmerzen, Lavendel bei Schlafproblemen, Tonka bei Trauer oder Rosmarin bei fehlendem Antrieb. Meist wissen die Patient*innen sehr gut über Medikation Bescheid, wollen aber immer mehr doch eine natürliche Alternative kennen lernen. Somit ist dieses Gruppenangebot sehr nachgefragt und beliebt. In Einzelgesprächen kann ich noch näher auf die individuellen Thematiken der Patient*innen eingehen und gemeinsam schauen, mit welchen Maßnahmen sie – auch über die Aromapflege hinaus – eine Entlastung und Unterstützung ihrer aktuellen Thematik mit den Ölen umsetzen können. Mir ist hierbei wichtig, dass die Maßnahmen so praxisnah wie möglich sind. Denn erfahrungsgemäß ist so die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie diese auch nach der Entlassung noch weiter für sich gewinnbringend anwenden.

Grapefruit (Citrus paradisi)

6. Welche „Erfolge“ hattest Du persönlich schon mit ätherischen Ölen?
Mein erster Erfolg, der mich direkt weiter in die Aromatherapie geführt hat, war die Behandlung meiner eigenen Haut. Geschädigt von den vielen Produkten, die mir der Hautarzt damals verschrieben hatte, war sie nach wie vor in einem desaströsen Zustand. Somit habe ich angefangen mit den ätherischen und den fetten Ölen zu experimentieren. Hier merkte ich schon nach ungefähr 2 Monaten Umstellungsphase, wie gut es meiner Haut wieder ging. Dies hat mich damals sehr beeindruckt. Noch heute merke ich gerade beim Thema Hautpflege, wie wirksam die Öle sind. Die einfache Form der Naturkosmetik ist mein Granatapfelsamenkernöl mit ätherischem Weihrauch-, Sandelholz- und Rosenöl und für mein Gesicht jeden Tag eine Wohltat. Auch die eine oder andere Wunde habe ich im privaten Bereich schon sehr gut behandeln können, was mich immer wieder fasziniert.
Berufliche und dennoch auch persönliche Erfolge sind die Momente, in denen Patient*innen in einem sehr aufgelösten Zustand zu mir kommen, Bedarfsarznei möchten und ich ihnen erstmal eine Alternative – die ätherischen Öle – anbiete. Wenn sie dann merken, wie wirksam das war und lernen, wie einfach sie sich damit auch in Stresssituationen umlenken können.
Das Rosenhydrolat (also das Pflanzenwasser) von Prof. Wabner ist für mich immer das Mittel der Wahl nach einem langen Tag, an dem ich viel am PC saß, um meine Augen zu entspannen. Ein paar Sprühstöße auf zwei Wattepads und dann eine halbe Stunde ablegen mit schöner Entspannungsmusik, das regeneriert die angestrengten Augen und belebt den ganzen Menschen. Auch einer meiner kleinen Erfolge.

7. Wie können ätherische Öle unsere Psyche beeinflussen?
Das ist das Spannende an unserem Riechsinn: er geht direkt von der Nase ins sog. Limbische System, das ist unser „Emotionsgehirn“. Dieser Teil des Gehirns ist wesentlich älter und übernimmt noch heute führende Funktionen im Leben. Wir sind, auch wenn wir uns dies selten eingestehen wollen, emotionsgelenkt im Alltag. Der Duft der ätherischen Öle geht somit direkt von der Nase ins limbische System und kann dort eine z. B. vorherrschende traurige Emotionslage positiv beeinflussen.
An einem Ort, an dem es unangenehm riecht, fühlen wir uns in der Regel nicht wohl. Hingegen verweilen wir gerne dort, wo es gut duftet und sind weniger gestresst. Somit können wir mit den Düften der ätherischen Öle eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Gerade wenn Patient*innen stark angespannt und innerlich unruhig sind, hilft es enorm, wenn sie an einem balsamischen ätherischen Öl oder an einem für sie angenehmen ätherischen Zitrusöl ganz bewusst ein paar Minuten riechen. Mit ein paar tiefen Atemzügen an dem Öl zu riechen hilft und ist eine sehr einfache Maßnahme. Genauso erstaunlich ist die Verbindung von Duft und Erinnerungen. Worte und Bilder verblassen und verändern sich in der Erinnerung. Ein Duft aber bleibt stabil und konstant. Somit können wir mit einem Duft eine längst vergessene Erinnerung wieder wachrufen. Oder wir können mit dem Duft bewusst eine Ressource ankern, das mache ich mit meiner Kollegin Vanessa Vetter beim Duft-Erlebnisabend.

8. Du bist auch regelmäßig in anderen Ländern unterwegs und besuchst dort die Ursprünge verschiedener Öle. Wie kamst Du auf die Idee und wo warst Du bisher schon?
Für mich – und das sollte grundsätzlich so sein – beginnt Aromatherapie nicht mit dem Duft aus der Flasche. Wir haben vorher einen langen Weg, vom Anbau, der Aufzucht, der Ernte, der Destillation bis hin zur Abfüllung der Öle. Ich möchte die Pflanze in ihrem Ursprungsland kennen lernen, ich will wissen, wo und unter welchen Umständen sie wächst. Ich möchte sehen, wie viel Arbeit hinter der Pflege der Pflanze steckt. Man entwickelt einen ganz anderen Bezug zu den Pflanzenessenzen, wenn man den Weg bis hin zum kleinen Fläschchen kennt und man versteht viel mehr, wie man gut damit arbeiten kann. Zudem möchte ich mich selbst vergewissern, ob das, was die Firmen sagen auch stimmt. Ich bin selbst sehr kritisch und möchte mich selbst von der Qualität überzeugen.
Gerade nach der Rosenreise in Bulgarien inmitten des Tales der Rosen bin ich noch heute der Meinung, dass ätherisches Rosenöl viel zu günstig ist! Wer selber mal um sieben Uhr morgens bei Regen auf dem Feld stand und mühsam an jedem Strauch vorbei an den Dornen Blüte für Blüte mit eigenen Händen die zarten Blütenblätter gepflückt hat, weiß, was das für eine Arbeit ist, bis man einen Sack voll hat.
Im Laufe der Jahre habe ich einige Duft-Reisen gemacht: 2013 die erste bei Eliane Zimmermann in Irland. Frangipani – was mein Logo geworden ist – habe ich 2014 auf Madeira, der Blumeninsel entdeckt. Auf den Kanarischen Inseln kann man auch die Aloe-Vera-Plantagen bewundern. Eine ganz besondere Reise war 2016 nach Korsika und bei der Erinnerung an den Duft dieser Insel bekomme ich heute noch Gänsehaut. Dort destillieren Keyserlingks die Immortelle, auch ein sehr kostbares Öl, das psychisch eine besondere Wirkung hat. Dann 2017 in Bulgarien die Rosenreise, kurz darauf in Südtirol bei Bergila, der Lärchenkieferbrennerei. 2018 konnte ich den Anbaupartner von PRIMAVERA im Piemont in Italien kennen lernen und im Herbst habe ich in Portugal eine kleine Firma (Fonte Penedo) ausfindig gemacht, die ein wunderbares Cistrosenhydrolat herstellt. 2019 war ich auf den Seychellen auf der Suche nach Patchouli. Bei Frankfurt liegt der Ort Steinfurth mit seinem Rosenmuseum, dort war ich auch schon. Und natürlich mehrfach in Oy-Mittelberg im schönen Allgäu bei PRIMAVERA (Rosenfest und Heimische Botanik).
Duft-Reisen sind für mich lebendige Aromatherapie und das Kennenlernen der Pflanze in ihrem Zuhause. In all meinen Seminaren stelle ich immer mindestens eine Duft-Reise vor, die zu dem jeweiligen Thema passt.

Duft-Rose (Rosa x damascena)

9. Hast Du Lieblingsöle? Wenn ja, welche?
Definitiv habe ich einige Lieblingsöle, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Eines meiner Lieblinge ist das doch sehr exquisite Sandelholz, ein Öl, mit dem man sparsam umgehen muss. Denn sein Rohstoff – ein Baum – benötigt 30 Jahre bis er ausgewachsen ist und wir das Öl gewinnen können. Daher nutze ich auf 30 ml Marula- oder Granatapfelsamenkernöl nur max. 10 Tropfen für die Gesichtshaut. Prof. Hans Hatt berichtete in einem seiner Vorträge auch, dass eben einer der Inhaltsstoffe von Sandelholzöl sehr hautberuhigend wirke und die Regeneration der Haut anrege.
Noch ein Duft zum Träumen und auch wieder eine Kostbarkeit von PRIMAVERA ist das Rosenattar. Hierbei werden die Rosen in Sandelholzöl destilliert, das ergibt eine besondere aromatische Verbindung. Ich durfte bei dieser Destillation auf Korsika bei Albrecht Keyserlingk dabei sein, der hat das mal probeweise gemacht. Da es so kostbar ist, kommt es auch in die Gesichtspflege dazu. Ebenso ein wunderbarer Duft – ich habe im Buch von Prof. Wabner das erste Mal darüber gelesen – ist Kanuka, das ideale Öl bei stressbedingten Hautbeschwerden. Ein wundervoller würziger, frischer und leicht herber Duft. Auf dem deutschen Markt ist es schwer erhältlich, ich kaufe es gern bei Florentia in der Schweiz, wenn ich dort Seminare gebe. Hier stimmt die Qualität und ich kann es guten Gewissens für meine Hautpflege einsetzen. Somit kommt es eben auch in das Gesichtsöl oder in ein fettes Mandelöl zur Körperpflege. Der Allrounder Lavendel fein gehört bei mir immer dazu. Ich habe ihn immer unterwegs dabei und bin sehr begeistert, weil ich ihn so vielseitig einsetzen kann. Sei es gegen Schnaken, zur Schlafförderung, gegen Bettwanzen, bei Verbrennungen, zur Wundbehandlung, zum „Runterkommen“…
Gerade ganz aktuell ist Patchouli noch ein Lieblingsöl. Die letzte Duft-Reise ging auf die Seychellen, dort wurde einst Patchouli angebaut, da es nach wie vor edlen Parfüms die besondere exotische Note gibt. Das war eine wunderbare Zeit IN den Tropen und ich habe wieder sehr viel gelernt.

Edles Sandelholz (Santalum album)

10. Welche(n) Tipp(s) hast Du noch für die Leser*innen, die sich für das Thema interessieren, aber nicht wissen, wo oder wie sie anfangen sollen?
Am besten ist es, mit wirklich guter Fachliteratur oder einem Seminar anzufangen. Ich habe mir damals die erste Auflage von Prof. Wabner gekauft und bei meiner Kollegin ein Seminar besucht. Zudem kann ich die Bücher von Eliane Zimmermann sehr empfehlen. Sie hat eine Vielzahl von Büchern auf den Markt gebracht, Einsteiger- und Expertenbücher, sodass für jeden etwas dabei ist.
Auf meinem Blog habe ich in der Duft-Literaturliste alle Bücher aufgelistet, die ich selbst gelesen habe – eine große Auswahl an Büchern, inkl. Beschreibung der Stärken des jeweiligen Buches.
Wichtig ist, das sage ich auch immer in meinen Seminaren, dass die Aromatherapie bzw. Aromapflege eine wunderbare Methode ist, die wir vielseitig nutzen können. Dennoch ist sie nicht der Stein der Weisen und kein Allheilmittel. Sie hat, wie jede Methode, ihre Daseinsberechtigung, aber auch ihre Grenzen. Diese Grenzen gilt es zu akzeptieren und zu wissen, wann man mit den Ölen nicht arbeiten kann. Ich kann nur raten sehr kritisch zu werden, wenn Euch jemand mit der Aromatherapie das Allheilmittel verkaufen möchte.

Vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten, lieber Daniel!

Hier gelangst Du zu Daniels Blog.

Bezugsquellen für ätherische Öle habe ich Dir hier aufgelistet.

Unbezahlte & unbeauftragte Werbung für alle genannten Firmen.

Daniel Hogen
© Daniel Hogen (www.danielhogen.de)

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