Blaue-Flecken-Balsam

Durch meine manchmal etwas hektische Art ziehe ich mir regelmäßig kleine blaue Flecken zu. Nicht weiter schlimm und das Gewebe regeneriert sich ja von selber zuverlässig. Aber warum nicht den Körper dabei etwas unterstützen?

Eine Möglichkeit zur Verarbeitung von Ölmazeraten (= Kaltauszüge von Pflanzen in Öl) sind Salben und Balsame. Für meinen „Blaue-Flecken-Balsam“ beispielsweise verwende ich gerne eine Mischung aus Johanniskraut-, Gänseblümchen- und Arnikaöl, die alle drei entzündungshemmende, abschwellende und beruhigende Inhaltsstoffe enthalten. Man kann auch einfach nur eins davon nehmen (dann empfehle ich Arnika). Dazu kommt noch etwas hautpflegende Sheabutter, konsistenzgebendes Bienenwachs und ätherische Öle von Immortelle und Lavendel fein, welche die Wirkung des Ölmazerats unterstützen.

Echte Arnika (Arnica montana)


Für ca. 50 g Balsam brauchst Du:

30 g Pflanzenöl nach Wahl, z. B. Arnikaöl
15 g Sheabutter
5 g Bienenwachs
60 Tropfen ätherische Öle (40 Tr. Immortelle und 20 Tr. Lavendel fein)

Die Herstellung ist kinderleicht, denn alle Zutaten – außer der hitzeempfindlichen ätherischen Öle – werden langsam zusammen in einem Glas im Wasserbad aufgeschmolzen, unter Rühren wieder abgekühlt und in einen sauberen Tiegel gefüllt. Bei ca. 35 Grad und bevor die Masse richtig fest ist kommen noch die ätherischen Öle hinzu; bei verträglichen ätherischen Ölen und bei punktuellen Anwendungen zu Heilzwecken dürfen es gerne 5 % auf die Gesamtmenge sein.

Da der Balsam kein Wasser enthält, ist er nicht so anfällig für Mikroorganismen. Trotzdem sollte er nicht länger als ein Jahr benutzt werden, da die Öle ranzig werden können (das riecht man aber auch sofort, glaubt mir). Beschriften nicht vergessen und bitte immer nur mit sauberen, trockenen Fingern entnehmen.

Die Rohstoffe bekommst Du alle in den gängigen Onlineshops; auch Anbieter von ätherischen Ölen führen meist Arnikaöl. Bitte informiere Dich ausreichend gut, bevor Du mit ätherischen Ölen arbeitest, denn es handelt sich um hochkonzentrierte Pflanzenessenzen, die auch (starke) Nebenwirkungen haben können. Die hier empfohlenen sind aber allgemein sehr gut verträglich und können bei frischen Blutergüssen sogar pur angewendet werden.

So ein Balsam-Rezept kann natürlich beliebig abgewandelt und mit entsprechenden Ölmazeraten und ätherischen Ölen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Viel Spaß und Erfolg beim Herstellen Deines eigenen Balsams!

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