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Blaue-Flecken-Balsam

Durch meine manchmal etwas hektische Art ziehe ich mir regelmäßig kleine blaue Flecken zu. Nicht weiter schlimm und das Gewebe regeneriert sich ja von selber zuverlässig. Aber warum nicht den Körper dabei etwas unterstützen, z. B. mit einem Blaue-Flecken-Balsam?

Eine Möglichkeit zur Verarbeitung von Ölmazeraten (= Kaltauszüge von Pflanzen in Öl) sind Salben und Balsame. Für meinen „Blaue-Flecken-Balsam“ beispielsweise verwende ich gerne eine Mischung aus Johanniskraut-, Gänseblümchen- und Arnikaöl, die alle drei entzündungshemmende, abschwellende und beruhigende Inhaltsstoffe enthalten. Man kann auch einfach nur eins davon nehmen. Dazu kommt noch etwas hautpflegende Sheabutter, konsistenzgebendes Bienen- oder Beerenwachs und ätherische Öle von Immortelle und Lavendel, welche die Wirkung des Ölmazerats unterstützen.

Echte Arnika (Arnica montana)

Rezept für den Blaue-Flecken-Balsam

Für ca. 50 g Balsam brauchst Du:

  • 30 g Arnika-, Johanniskraut- und/oder Gänseblümchenöl
  • 15 g Sheabutter
  • 5 g Bienen- oder Beerenwachs
  • 20 Tr. ätherisches Öl Immortelle (Helichrysium italicum)
  • 10 Tr. ätherisches Öl Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Die Herstellung ist kinderleicht, denn alle Zutaten – außer der hitzeempfindlichen ätherischen Öle – werden langsam zusammen in einem Glas im Wasserbad aufgeschmolzen, unter Rühren wieder abgekühlt und in einen sauberen Tiegel gefüllt. Bei ca. 35 Grad und bevor die Masse richtig fest ist kommen noch die ätherischen Öle hinzu. Noch einmal gut umrühren und den Balsam bei offenem Deckel vollständig aushärten lassen (zur Beschleunigung für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen). Deckel drauf, beschriften und fertig ist das Blaue-Flecken-Balsam.

Da der Balsam kein Wasser enthält, ist er nicht so anfällig für Mikroorganismen. Bitte nur mit sauberen und trockenen Fingern entnehmen. Der Balsam ist, abhängig von der Frische und Haltbarkeit der verwendeten Rohstoffe, maximal ein Jahr haltbar.

So ein Balsam-Rezept kann natürlich beliebig abgewandelt und mit entsprechenden Ölmazeraten und ätherischen Ölen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Viel Spaß und Erfolg beim Herstellen Deines eigenen Balsams!

Hinweis: Die ätherischen Öle sind hier mit ca. 3 % auf die Gesamtmenge etwas höher dosiert als in anderen Rezepten zur Körperpflege. Es handelt sich hier um sehr verträgliche ätherische Öle und eine punktuelle und zeitlich begrenzte Anwendung. Wie immer gilt jedoch: nicht auf offenen Wunden und bei bestehenden Allergien. Am besten vorher mit dem Balsam einen Verträglichkeitstest in der Armbeuge machen.

Grundsätzlich gilt: ätherische Öle bitte nur anwenden, wenn das nötige Wissen vorhanden ist, da es sich hierbei um hochkonzentrierte Pflanzenextrakte handelt, die auch Nebenwirkungen haben können.

Blaue-Flecken-Balsam

Die Rohstoffe bekomm man alle in den gängigen Onlineshops. Das ätherische Immortellenöl in hervorragender demeter-Qualität beziehe ich direkt beim korsischen Destillateur Essences Naturelles Corses (externer Link).

Quellen:

  • Bühring, Ursel (2014): Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben, 3. Auflage, Verlag Eugen Ulmer.
  • Zimmermann, Eliane (2016): Aromatherapie – Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle, 3. Auflage, Irisiana.

Ein Kommentar

  1. Rautgundis

    Lieber Tobias, danke für deine tolle Seite!
    Die Wirkung der obigen äth. Öle kann ich nur bestätigen! Weil es schnell gehen musste, habe ich beide in Johanniskrautöl (Ölauszug in Olivenöl) gemischt und es hat wundervoll geholfen.
    Alles Liebe für dich!

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