Auf den Spuren der Naturkosmetik

Naturkosmetik im Ausland? Gar nicht so leicht, wenn man ausnahmsweise mal keine deutschen Marken kaufen möchte (Weleda und Dr. Hauschka z. B. gibt‘s mittlerweile in vielen Ländern). Manchmal findet man bekannte Siegel, wie Natrue, BDIH oder Ecocert auf den Produkten – dann weiß man dann, dass es sich um unabhängig zertifizierte Naturkosmetik nach bestimmten Standards handelt. Wenn nicht, heißt es raten und Zutatenliste lesen – und verstehen. Gar nicht so einfach ohne Chemiestudium… Zur Not geht auch die App Codecheck, aber da sind natürlich auch nicht alle Produkte weltweit gelistet.

Richtig enttäuscht war ich in New York, als ich im Bioladen reihenweise Produkte mit Silikonölen oder umstrittenen Konservierungsstoffen, wie BHT oder EDTA, gefunden habe. Geht für mich gar nicht!
So stellte sich auch die Suche nach einer geeigneten Handcreme als besonders herausfordernd dar, denn entweder war es nur Pseudo-Naturkosmetik oder sie hat 40 $ gekostet oder sich auf der Haut ganz blöd angefühlt. Mein Fazit? Ich bin von meinen selbstgemachten Produkten verwöhnt und überzeugt (vor allem von der Handcreme! ) und ich weiß am liebsten ganz genau, was drin ist und warum.

Seit vielen Jahren schon mache ich meine Hautpflegeprodukte selber und die Vorteile liegen auf der Hand: ich bestimme und weiß genau, was drin ist, kann auf meine individuellen Hautbedürfnisse eingehen und die Pflege entsprechend anpassen. Außerdem habe ich eine riesige Freude am kreativen Schaffensprozess – ein bisschen wie beim Kochen. Die Zeit investiere ich gerne und den Schwierigkeitsgrad kann ich ja auch selbst bestimmen. Und am Ende ist es alles gar nicht so kompliziert, wenn man erst einmal angefangen hat. Das war auch eine der vielen schönen Rückmeldungen nach meinem Schnupper-Workshop Mitte Juni. Daher befinde ich mich gerade in der Planung für einen zweiten Workshop dieser Art, bei dem Ihr ganz leicht in die Materie einsteigen könnt, ohne Euch dazu vorher einlesen oder Zutaten beschaffen zu müssen (das übernehme ich für Euch).

Eins der Produkte, das die Teilnehmer*innen im Naturkosmetik-Workshop hergestellt haben, war ein Lippenbalsam, der aus nur 3 Zutaten besteht. Die Herstellung ist denkbar einfach und das Ergebnis mehr als überzeugend! Die Qualität der Rohstoffe und die Sorgfalt bei der Herstellung sind dabei entscheidend. Daher verwende ich am liebsten native Bio-Pflanzenöle, hochwertige Hydrolate, selbstgemachte Pflanzenextrakte und moderne naturkosmetische Rohstoffe für meine Kosmetik.

Falls Ihr selber auch Kosmetikprodukte herstellen möchtet und Euch fragt, wo Ihr die Zutaten her bekommt, findet Ihr hier eine Liste vertrauenswürdiger Bezugsquellen. Qualitativ hochwertige Pflanzenöle kann man übrigens auch hervorragend im Bioladen kaufen, z. B. von den Firmen Bioplanète, Rapunzel, Ölmühle Solling oder Fandler. Diese Speiseöle sind mindestens genau so gut wie solche aus der Kosmetikabteilung, denn was ich esse kann ich mir ja wohl auch auf die Haut schmieren!

Hinweis: Unbezahlte & unbeauftragte Werbung. Für externe Links erhalte ich keine Provision oder Rabatte, die Empfehlung erfolgt aus persönlicher Überzeugung und Liebe zu den Produkten.

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