Mein Weg

Meine Geschichte mit der (Natur-) Kosmetik begann vor über 10 Jahren. Ich litt damals stark unter Akne (Acne vulgaris) und obwohl die Symptome nach einer heftigen medikamentösen Therapie größtenteils verschwunden waren, ging es meiner Haut nicht wirklich gut. Einer der Gründe war, wie ich später herausfand, eine nicht optimale Hautpflege. Ich benutzte zu diesem Zeitpunkt verschiedene Gesichtspflegeprodukte (keine Naturkosmetik), ein bisschen kreuz und quer, was mich im Drogeriemarkt gerade so anlachte.

2010 stieg ich dann ziemlich plötzlich auf Naturkosmetik um, nachdem mir klar wurde, was in herkömmlichen Produkten manchmal alles enthalten ist (Mineraöle, Silikone, Parabene, umstrittene Duft- und Konservierungsstoffe…). Ich wählte meistens Produkte aus „Sensitiv“-Pflegeserien aus und probierte auch hier noch ein bisschen rum. Meiner Haut ging es bald besser und ich wusste, ich war auf dem richtigen Weg.

In einem Volkshochschulkurs im Frühjahr 2013 habe ich dann zum ersten Mal eine Salbe aus Öl und Bienenwachs selber hergestellt. Das war ein ziemlich eindrückliches Erlebnis und ich wollte mehr darüber wissen.
Bei meinen Recherchen im Internet stieß ich bald auf eine Fülle an Rezepten und Rohstoffen, mit denen man seine Kosmetik selber herstellen konnte. Also bestellte ich fleißig Öle, Wirkstoffe, Emulgatoren usw. und probierte viele verschiedene Rezepte aus, jedoch ohne richtiges Konzept und – wie ich später erkannte – mit z.T. gefährlichem Halbwissen über die Kosmetikherstellung.

Als mein Hautzustand nach einem Jahr zunehmend schlechter wurde, wollte ich das neue Hobby wieder über Bord werfen, ziemlich frustriert davon, dass ich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt hatte. Später wurde mir klar, dass ich zu dem Zeitpunkt einfach noch zu wenige Kenntnisse über Hautgesundheit, Wirkstoffe, Kosmetikherstellung und Pflege hatte. Ich wusste auch eigentlich nicht so richtig, was meine Haut braucht. Möglichst natürlich sollte es sein und bloß keine „Chemie“ (schon mal vorab: die Chemie ist nicht das Problem…).

Bevor ich dem Hobby dann endgültig den Rücken kehrte, wollte ich es nochmal mit einem Buch versuchen, dass ich im Regal der örtlichen Bibliothek hatte stehen lassen, weil mich der Umfang bisher abgeschreckt hatte: „Naturkosmetik selber machen“ von Heike Käser. Ich nahm mir viel Zeit und fing an zu lesen, stöberte auch auf der von Heike betriebenen Seite Olionatura und meldete mich kurze Zeit später im zugehörigen Forum „Die Rührküche“ an. Das war im April 2015.

Von diesem Moment an war meine Begeisterung für das Thema von Neuem entfacht. Ich las mich eingehender in das gesamte Konzept der Kosmetikherstellung ein und eignete mir ehrgeizig nach und nach immer mehr Wissen über die verschiedenen Öle, Pflanzen und Rohstoffe an. Ich probierte sehr viel aus, manches gelang nicht auf Anhieb, aber ich gab nicht auf. Bald fanden neue Rohstoffe und Geräte zur Herstellung der Pflegeprodukte Einzug in meine Küche.

Ätherische Öle, ihre Eigenschaften und Wirkweisen sowie die Bedeutung der Aromatherapie waren ein weiteres Feld, das mich zunehmend interessierte. Ich hatte sie zunächst nur zur Beduftung meiner Produkte verwendet, aber dieser Zweck wird ihnen nicht ansatzweise gerecht. Also las ich alles, was ich dazu in die Finger bekam, kaufte mir Fachbücher und erweiterte über die Jahre sukzessive meinen Bestand an ätherischen Ölen (mittlerweile müssten es über 60 verschiedene sein…).

Im Herbst 2017 erfüllte ich mir dann noch (als Belohnung für die gelungene Bachelorarbeit) den Traum einer eigenen kleinen Kupferdestille, mit der ich seitdem meine Hydrolate (Pflanzenwässer) aus frischen und getrockneten Pflanzen selber gewinne.

Darauf folgte noch die Heilpflanzenkunde (Phytotherapie), mit der ich mich seitdem intensiv beschäftigte. Mit pflanzlichen Ölen, Wirkstoffen und Extrakten sowie Hydrolaten und ätherischen Ölen wollte ich mir fortan die ganze Kraft der Natur zu Nutze machen und gezielt die Pflanzen und Inhaltsstoffe heraus suchen und miteinander kombinieren, die sich für die verschiedenen Hautzustände und -bedürfnisse besonders gut eignen. Daraus entstand nach und nach mein persönliches Konzept für eine natürlichere und gesundere Hautpflege.

Jetzt, Anfang 2019 möchte ich mein ganzes Wissen und meine Erfahrungen gerne an euch weitergeben – in Form von Kursen, persönlichen Beratungen und natürlich auch Textbeiträgen, die ihr ab sofort auf diesem Blog findet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Euer Tobias